Als ich vom täglichen Besuch bei meinem Verwandten nach Hause kam, da war ein Anruf von einem langjährigen Bekannten auf meinem Anrufbeantworter. Ich rief zurück. Er erzählte, dass seine Lebenspartnerin nun mit weit über 80 Jahren im Pflegeheim sei und zwar im Vitanas Haus Rosengarten, in Lankwitz in der Preysingstrasse und zwar in einem Zweibettzimmer.
Er klagte sehr über das Personal dort, er sei schon mehrfach mit ihnen aneinander geraten, wie man nur solch Menschen in der Pflege beschäftigen könne. Ja, sie seien vom Leasing. Er gehe jetzt täglich zu Besuch, an manchen Tagen auch zweimal, dann hat seine Partnerin es etwas besser, aber seinen Lebensabend hat er sich persönlich etwas anders vorgestellt. Der Arzt hat nach drei Krankenhausaufenthalten gesagt: Ein Heim sei nun angesagt und sie hatten ja einen ambulanten Pflegedienst, aber die Frau von der Caritas hatte nie ausreichend Zeit. Pflege war auch das nicht.
Nun hat das Sozialamt auch noch viele Fragen gehabt, denn die Rente der Partnerin reiche natürlich nicht für die Pflege im Zweibettzimmer, 3000 Euro haben sie belassen für ihre Beerdigungskosten später.
Er müsse sich nun auch Gedanken machen, was mit der schönen Wohnung wird, in der beide zusammen lebten...
Und dem Norbert Blüm soll man noch für die Erfindung der Pflegeversicherung dankbar sein?
Wir Älteren werden neue Wege gehen müssen, ohne die Pflegeversicherung, es wird gehen, wir werden etwas zusammenrücken müssen.
Jedenfalls sagte ich meinem Bekannten, dass ich meine alte Freundschaft mal im Vitanas Rosengarten besuchen werde.
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Samstag, 8. Februar 2014
Mittwoch, 31. Juli 2013
In Lankwitz
Die Leasingkräfte erzählen, wo sie schon überall gearbeitet haben. Mehrere waren bei Vitanas, obwohl Vitanas sagt, sie haben nur in Notfällen Leasingarbeiter. Andere erzählen von FSE, das ist die AWO. Das Haus kenn ich. Vor langen Jahren stand dort ein altes städtisches Heim, unattraktiv. Dann übernahm die AWO, riss ab und setzte einen grossen, schönen Neubau hin. Man lud mich ein zu einem Nachmittag mit Vortrag über das Haus. Ich bemerkte dort als erstes einen extremen Geruch von Durchfall im Fahrstuhl. Danach fand ich das Haus Käthe Kollwitz nicht mehr so gut.
Wir hatten eine sehr alte adlige Dame in der Nachbarschaft, es gelang ihr sehr lange mit Haushaltshilfe in ihrem kleine Haus zu verbleiben. Dann kam sie ins Krankenhaus, sie hatte keine Patientenverfügung, man legte ihr ein paar Schläuche und sie kam ins AWO Haus Käthe Kollwitz in der Kaulbachstrasse, wo sie leider noch sehr lange leidend im Bett lag.
Als nächstes kam mein alter Deutschlehrer mit Frau, auch aus der Nachbarschaft, häufig bei mir vorbei, immer auf dem Weg zu ihrer Tante, die im AWO Heim lebte. Ich fragte, wie es ihnen denn dort gefällt, wie die Pflege ist... Sie gaben mir die Standardantwort vieler Angehöriger: Wenn man täglich zu Besuch geht, dann geht es...
Die AWO arbeitet mit Servicegesellschaften, wie das Augustinum, das heisst, die Arbeitnehmer werden ausgelagert, meist zu nicht sehr guten Konditionen beschäftigt. Nun, bei der AWO arbeiten auch viele Leasingkräfte. Das bedeutet: Sehr unpersönliche Pflege.
Wir hatten eine sehr alte adlige Dame in der Nachbarschaft, es gelang ihr sehr lange mit Haushaltshilfe in ihrem kleine Haus zu verbleiben. Dann kam sie ins Krankenhaus, sie hatte keine Patientenverfügung, man legte ihr ein paar Schläuche und sie kam ins AWO Haus Käthe Kollwitz in der Kaulbachstrasse, wo sie leider noch sehr lange leidend im Bett lag.
Als nächstes kam mein alter Deutschlehrer mit Frau, auch aus der Nachbarschaft, häufig bei mir vorbei, immer auf dem Weg zu ihrer Tante, die im AWO Heim lebte. Ich fragte, wie es ihnen denn dort gefällt, wie die Pflege ist... Sie gaben mir die Standardantwort vieler Angehöriger: Wenn man täglich zu Besuch geht, dann geht es...
Die AWO arbeitet mit Servicegesellschaften, wie das Augustinum, das heisst, die Arbeitnehmer werden ausgelagert, meist zu nicht sehr guten Konditionen beschäftigt. Nun, bei der AWO arbeiten auch viele Leasingkräfte. Das bedeutet: Sehr unpersönliche Pflege.
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Freitag, 26. Juli 2013
Arbeit mit Biographie
Da les ich doch auf einigen Homepages von sogenannten Seniorenresidenzen, darunter Vitanas, sie arbeiten mit der Biographie der Bewohner.
Das ist äusserst dreist. Die Biographie eines Menschen, die gehört ihm. Ich muss nicht jedem Mitmenschen alles erzählen. Es reicht, wenn ich über mein Leben Bescheid weiss und kann aus meinem Leben erzählen, wenn ich möchte.
In Menschen zu dringen, nur weil sie alt und gebrechlich sind, das finde ich verwerflich. Ich würde es mir sehr überlegen in ein Haus zu ziehen, wo sie mit meiner Biographie arbeiten wollen.
Das ist äusserst dreist. Die Biographie eines Menschen, die gehört ihm. Ich muss nicht jedem Mitmenschen alles erzählen. Es reicht, wenn ich über mein Leben Bescheid weiss und kann aus meinem Leben erzählen, wenn ich möchte.
In Menschen zu dringen, nur weil sie alt und gebrechlich sind, das finde ich verwerflich. Ich würde es mir sehr überlegen in ein Haus zu ziehen, wo sie mit meiner Biographie arbeiten wollen.
Dienstag, 23. Juli 2013
Alles eine Sosse
Da gab es aufgebrachte Angehörige in der Blindenwohnstätte, denen erklärte der Chef: Er sei nebenan beim Pflegeheim von Vitanas "Am Stadtpark" gewesen, habe sich informiert, dort sei die Situation die gleiche. Nun, diese Angehörigen sehen das Ergebnis der Pflege, fühlen mit und sind erbost. Sie verstehen nicht, dass der Fehler im MDK System, in politischen Entscheidungen und in der Ausbildung der Pfleger begründet ist. So entstehen von den Pflegeheimleitungen nicht zu verändernde Bedingungen. Das Niveau sackt überall auf schlecht wie in den 60er Jahren in städtischen Häusern ab. Nur, damals konnte man auf karitativ-gemeinnützige Einrichtungen ausweichen. Das geht nun nicht mehr.
Kommen Sie her, kommen Sie ran, hier werden Sie genauso betrogen wie nebenan!
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